Widerstand und kollektive Identitätsbildung in Irakisch-Kurdistan
ISBN-10: ISBN 3-89771-015-3 ISBN-13: 978-3897710153 Ausstattung: br., 340 Seiten Preis: 24.00 Euro
Beiträge zur Kurdologie Bd. 7.
Hrsg. von Berliner Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie e.V.
Andrea Fischer-Tahir untersucht in ihrer Arbeit die Entwicklung (kollektiven) Widerstands in Irakisch-Kurdistan in den Jahren 1975 bis 2000. Bis 1991 ist Widerstand dabei primär eine Reaktion auf die autoritäre Gewaltherrschaft des irakischen Regimes. Mit der Herausbildung einer selbst verwalteten kurdischen Enklave im Norden des Irak im Anschluss an den Zweiten Golfkrieg wird diese selbst zum größten Widerstandszentrum gegen das Regime Saddam Husseins. Fischer-Tahir geht es um die Darstellung von Widerstand aus der Sicht einfacher Akteure, die sie mit Methoden der oral history und der Biografieforschung erfragt. So ermöglicht die Autorin differenzierte Einblicke in die irakisch-kurdische Gesellschaft der Gegenwart, was angesichts mancher durch die aktuelle politische Debatte um den Irak und einen möglichen dritten Golfkrieg motivierten publizistischen »Schnellschüsse« um so notwendiger ist.
"Luz Kerkeling schildert sehr präzis und faktenreich"
WDR 3 – Meinungen über Bücher – Der Wochentipp
Luz Kerkeling beschreibt einführend und zugleich tiefgehend die Ursachen, Bedingungen und Entwicklungen der zapatistischen Revolte. Dabei wird sowohl auf die soziale Lage in Chiapas und Mexiko wie auch die vielfältige globale Rezeption der Rebellion eingegangen. Der Band wird durch eine Auswertung der aktuellen Prozesse bis Dezember 2002 und einen Informationsanhang komplettiert.