Der intellektuelle Rechtsextremismus an den deutschen Hochschulen stellt eine große Gefahr dar. Dieser Band fragt nach den Ursachen und Ausprägungen des und der Rechten an den Universitäten. Anhand einiger Wissenschaftsdiszipli-nen wird untersucht, wie weit rechtes Gedankengut in den deutschen Wissen-schaftsdiskurs hineinreicht. Weitere Themen sind der die politische Einstellung der Studierenden, die Rolle der Burschenschaften sowie mögliche Gegenstrategien.
Jenseits der Neonazi-Skinhead-Musik festigt sich innerhalb von Dark Wave und Industrial eine rechte Musikszene, die sich zwischen Mythos und Ästhetik bewegt: Doch die Mythen sind nicht ohne Tradition und die Ästhetik ist nicht ohne Ideologie. Rhythmus, Lyrik und Performance transportieren antidemokratische und antiemanzipatorische Motive, die von einer boomenden unkritischen Szene nicht nur toleriert, sondern auch akzeptiert werden.
Kann kritische Gesellschaftstheorie noch etwas mit den Begriffen Revolution und Geschichte anfangen, nachdem die Alternative Sozialismus oder Barbarei im Nationalsozialismus entschieden worden ist? Wenn es darauf ankommt, »eine schon von der Barbarei gezeichnete Gesellschaft zu begreifen« (Enzo Traverso), also auch der Begriff der Revolution schon durch Auschwitz »angefressen« ist (Adorno), läßt sich dann auf diese Begriffe noch in emanzipatorischer Absicht rekurrieren?