Vier Student/innen schildern die Enttarnung des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Hans Ernst Schneider, der als NS-Wissenschaftsfunktionär an Modellen eines germanischen Kerneuropa arbeitete und diese Arbeiten u.a. als Rektor der RWTH Aachen unter seiner neuen Identität als Hans Schwerte weiterführen konnte. Bei ihrer Recherche stießen sie auf noch funktionierende Nazi-Strukturen in der Nachkriegswissenschaft, auf reaktionäre Seilschaften quer durch die Wissenschaftsbereiche. Die Person Schneider erhält dabei exemplarischen Charakter.
Stefanie Krons genaue und sensible Recherchen und Textwiedergaben vermitteln einen umfassenden Einblick in Geschichte Gegenwart, Identitätsbildung und Widerstandsformen Afro-Deutscher Frauen.
Anhand einer Vielfalt von dekonstruktivistischen Texten indigener Frauen wird die Kolonialisierung indigener Subjekte dargestellt und deren Überwindung im Schreiben geschildert.