Plädoyer für eine Neuformulierung emanzipatorischer Kritik
"... hiermit ist der Anfang gemacht worden, mittels inhaltlicher Kritik an den zentralen Theoremen der sog. Antideutschen aufzuzeigen, wie sich durch moralisch-ideologische Instrumentalisierungen eine notwendige Kritik an antisemitischen Denk- und Erscheinungsformen auf ein derartig sektenhafte anti-antisemitische Weltverschwörungstheorie herunterbringen lässt, die ihrerseits den Antisemitismus infam instrumentalisiert und damit auch verharmlost, ohne es selbst zu merken.
Ein Anfang also zu einer leider notwendigen offensiven Auseinandersetzung." a.b. in terz.org
Wolf Wetzel setzt nach die »Die Hunde bellen ... – von A – RZ« (autonome L.U.P.U.S.-Gruppe Hg.) seine Zeitreise durch die deutsche Geschichte und deutsche Linke der letzten 10 Jahre fort.
Weder die terroristische Logik, noch die Zahl ziviler Opfer unterscheiden die Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September 2001 von anderen kriegerischen Akten. Das Besondere an ihnen ist die Tatsache, dass sie auf dem Territorium der USA stattfanden. Nicht die friedliebende und Freiheit-spendende Verfaßtheit der USA wurden dabei erschüttert, sondern der feste Glaube an die eigene militärische Unverwundbarkeit.
Birgit Schmidt stellt Verbindungen her, die bisher unberücksichtigt blieben, nämlich die zwischen Volksfrontideologie, deutschem Nationalismus und Antisemitismus, den darauf basierenden Exilaktivitäten deutscher KommunistInnen, ihrer späteren Verfolgung als ehemalige »Westemigranten« in der DDR und den Inhalten vordergründig linker Literatur.