unrast transparent - soziale krise Bd. 2

Gentrification, die Inwertsetzung bisher preiswerter Wohnviertel, hat sich zu einem ständigen Begleiter städtischer Veränderungen entwickelt und steht für die neoliberale Version kapitalistischer Urbanisierung. Sanierte Häuser und neue Gewerbenutzungen stehen nicht nur für einen Wandel der Stadt, sondern vor allem für steigende Wohnkosten, die Verdrängung ökonomisch Benachteiligter und die Durchsetzung neuer Sozialstrukturen in den betroffenen Quartieren. Weltweit lösen diese immobilienwirtschaftlichen Aufwertungsstrategien Proteste und Widerstand der bisherigen Bewohner_innen aus. »Wir Bleiben Alle!« Das Recht zu Bleiben, ist dabei eine zentrale Forderung vieler Stadtteilinitiativen.
An auch internationalen Beispielen werden die Hintergründe und Wirkungsweisen städtischer Aufwertungsdynamiken ebenso nachgezeichnet, wie die Strategien von Stadtteilbewegungen und Anti-Gentrification-Mobilisierungen.
Inhalt
Vowort 1. Was ist Gentrification? Die klassische Gentrification
Gentrification in Sanierungsgebieten
Neubau-Gentrification
Gentrification light
Gentrification als neuer städtischer Mainstream
2. Ökonomien der AufwertungMakroökonomische Investitionszyklen
Mikroökonomie der Ertragslücken
Neue Eigentümer_innen
- andere Verwertungsweisen
3. Kulturelle Logiken der AufwertungKünstlerkonzeptionen in der Gentrificationforschung
Zyklen der Kommodifizierung kulturellen Kapitals
Inwertsetzung von Subkultur
Aktivismus und Hilflosigkeit:
Orientierungsschwierigkeiten in Aufwertungsprozessen
4. Politik der AufwertungUnternehmerische Stadtpolitik
Stadterneuerung als Ordnungspolitik
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