Cover in groß "In einem Fremdenland"
Ulrike Behnen (Hg.)

In einem Fremdenland

Flüchtlinge und Deutsche erzählen


ISBN: 3-928300-35-0
Ausstattung: br., 238 Seiten
Preis: 5.00 Euro


Dieser Titel ist leider vergriffen


"In ihrem Informationswert ließe sich diese Publikation allenfalls durch einen persönlichen Besuch im Wohncontainer und Asylantenwohnheim übertreffen."
Bundeszentrale für politische Bildung

"Ein sehr persönliches Lesebuch wird um eine politische Dimension erweitert."
Jens Martin König/ ai-JOURNAL

„Ich bin in einem Fremdenland“ - dahinter verbergen sich häufig Gefühle der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Heimweh und Hoffnungslosigkeit. Der Alltag der Flüchtlinge in Deutschland ist geprägt von Unsicherheit und Angst. Es ist eine Angst vor der ungewissen Zukunft, vor einer Zurückweisung in das Elend der Verfolgung, des Hungers und des Krieges, dem sie eben entkommen sind. Es ist auch die Angst, in diesem „fremden“ Land angegriffen oder ermordet zu werden.
Viele der Erzählungen und Gedichte in diesem Buch berichten von diesen Ängsten und Belastungen. Sie sind aber auch von einer vielfältigen Lebendigkeit, überraschen durch die sehr persönliche Sichtweise und nicht zuletzt durch menschliche Stärke und Souveränität.

AutorInnenverzeichnis
Es schrieben

Waltraud Angenendt, geb. 1947 in Bonn. Lehramtstudium, Heirat. Seit 1981 ehrenamtlich in der Ausländer- und Flüchtlingsarbeit tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern im Münsterland.
MitarbeiterInnen des “Arbeitskreis Abschiebeknast Herne” über das Flüchtlingsreferat Herne.
Barlin Nur Abdi, geb. 1962 in Somalia. Arbeit als Lehrerin, 1983 Heirat, zwei Kinder. Im November 1989 mußte sie nach Deutschland fliehen, nachdem ihr Mann im Gefängnis ermordet wurde. Sie lebt seitdem in Nordrhein-Westfalen.
Fatima B., geb.1960 in Beirut, mit 15 Jahren Heirat und Flucht vor dem Krieg nach Libyen und Kuweit. Seit 1990 in Deutschland. Sie lebt mit ihren drei Söhnen in Nordrhein-Westfalen.
Rose B. Rose ist jetzt 24 Jahre alt und kam 1991 nach Berlin. Sie wohnt immer noch in einer Frauenwohngemeinschaft. Sie hat ihren Hauptschul-abschluß gemacht und besucht jetzt eine berufsvorbereitende Maßnahme. Ihr Berufswunsch ist Bürofachgehilfin. Alle sechs Monate erhält sie eine Verlängerung ihrer Aufenthaltsgestattung. Rose B. schrieb ihre Erzählung in deutsch.
Bakary, geb. 1959 in Afrika.
Birgit Bazan, geb.1962, Sozialpädagogin bei der Gemeinde Hiltrup (Münster). Sie ist dort Leiterin eines sozialen Beschäftigungsprojektes und Mitglied im “Arbeitskreis-Asyl-Hiltrup”. Politische Schwerpunkte: Internationalismus (Lateinamerika), Antirassiusmusarbeit und Be-schäftigungspolitik.
Ulrike Behnen, geb. 1963, Diplompädagogin, lebt in Münster. Jahrelange Arbeit mit Obdachlosen und Flüchtlingen. Seit 1994 liegt ihr Schwerpunkt in der medienpädagogischen Arbeit (Radio) mit Flüchtlingen.

Helmut Budde, geb. 1937, verh., arbeitet als Rechtsanwalt in Münster. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Flüchtlingen.
Anka Erdweg, geb. 1939, Buch- und Kunsthändlerin, verh., 2 Töchter und seit 10 Jahren aktiv in der Flüchtingsarbeit im Raum Aachen.
Volker Maria Hügel, geb.1952 in Münster, Diplom-Sozialpädagoge. Seit 1979 Leiter einer Flüchtlingsberatungsstelle in Münster. Mitherausgeber und Autor der Zeitschrift “Mit-Menschen”. Seit 1981 umfangreiche Referententätigkeit im Bereich Asyl. Seit 1990 Lehrbeauftragter der FH-Münster, arbeitet dort zum Themenbereich Migration und Rassismus. Seit 1986 organisiert im Flüchtlingsrat NRW. Seit 1992 dessen Geschäftsführer und Herausgeber des monatlichen Rundbriefes. Seit 1993 einer der gewählten Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL -F/M.
Kelly Inambao, geb. 1969 in Sambia. Sein Vater wurde dort als Anwalt mit einem Berufsverbot belegt. Kelly Inambao studierte Ingenieurwissenschaften und war in der oppositionellen Studentenbewegung aktiv. Viele Flugblätter, die von ihm geschrieben und unterzeichnet wurden, waren ein Grund, daß Kelly Inambao das Land verlassen mußte. 1992 flüchtete er nach Deutschland und lebt jetzt in der Nähe von Aachen.
Nasir K., geb. 1966 in Kabul. Nach seiner Desertion floh er 1981 über Pakistan nach Deutschland. Seit 1982 lebt er in Deutschland, machte hier seine Ausbildung und lebt mit seiner Frau in Nordrhein-Westfalen. Nasir K. schrieb seine Erzählung in deutsch.
Intisar K., geb. 1979 in Yeselli/Kurdistan. Sie ist die älteste von sechs Geschwistern und kam im Oktober 1990 mit ihrer Familie nach Deutschland. Initisars Berufswunsch ist Krankenschwester. Sie schrieb ihre Erzählung auf deutsch.
Prof. Dr. Helmut Koch, Literaturwissenschaftler an der Universität Münster und Leiter der Arbeitsstelle für Minderheitenkultur, ebenfalls an der Universität Münster. Arbeit auf dem Gebiet der Menschenrechte. Mitherausgeber des Buches “Platz zum Leben gesucht” (deutscher Jugend-literaturpreis 1985.
Asad Mahdi, geb. 1961 in Syrien. Er kam 1984 nach Deutschland und lebt jetzt in Schweden. Das Gedicht “Mutter Frau Köhnlein” schenkte er Frau Köhnlein, die ehrenamtlich Flüchtlinge unterstützt, zum Geburtstag.
Kadir Konuk, geb.1950 in Erzincan in der Türkei. Arbeitete als Grundschullehrer, bis er wegen politischer Verfolgung in den Untergrund gehen mußte. Er wurde 1982 verhaftet und 1983 mit der Todesstrafe verurteilt. Nach 7 Jahren im Gefängnis, gelang ihm 1989 die Flucht. Seit 1989 lebt und arbeitet er als Schriftsteller und Journalist in Köln.
John O., geb. 1959 in Lagos, Nigeria. Er war Asylbewerber in Deutschland und lebt jetzt außerhalb Deutschlands.
Thomas Peltzer, geb. 1956., Schreiner und Kulturpädagoge, lebt und arbeitet in Münster. Mehrfache Aufenthalte in Kroatien. Seit 1992 ehrenamtlich in der “Bosnieninitiative” in Münster tätig.
Achim Pohl, geb. 1961 in Düsseldorf, arbeitet als freier Photograph. Die Bilder sind Teil seiner Examensarbeit im Bereich Kommunikationsdesign in Essen.
Said, geb. 1947 in Teheran, kommt 1965 als Student nach Deutschland. Hier verbinden sich seine literarischen Interessen mit einem politisch-demokratischen Engagement. Damit ist seine Rückkehr in den Iran ausgeschlossen. Nach dem Sturz des Schahs 1979 betritt er zum ersten Mal wieder iranischen Boden, sieht aber unter dem Regime der Fundamentalisten keine Möglichkeit zu einem Neuanfang in seiner Heimat. Seitdem lebt und arbeitet er wieder als Schriftsteller im deutschen Exil. 1986 Literaturpreis der Stadt München.
Mido T., geb. 1964 in Brcko, Bosnien, Heirat 1988, eine Tochter. Mido T. arbeitete im ehemaligen Jugoslawien als Elektrikmeister für Hochspannungselektrik und spielte lange Zeit Volleyball in der 1. Liga im ehemaligen Jugoslawien. Er verließ während des Krieges Bosnien und lebt seitdem in Münster, emigrierte 1995 in die USA.
Linda, Dalal und Frau D. aus Kurdistan.
Maja Tordinac, geb. 1976 in Kroatien, wohnt in Berlin. Sie arbeitet als Friseuse. Ihr Berufswunsch ist es als Maskenbildnerin zu arbeiten.
Mahmoud L. aus Afghanistan. Er schrieb seine Erzählung in Deutsch.