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BUKO News vom 28.9.07
*** BUKO News vom 28.9.07 ***
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Inhalt: _______________
+++ NACHRICHTEN AUS DER BUKO und BUKO-MITGLIEDSGRUPPEN +++ 1) Pressekonferenz "Gute Pillen - Schlechte Pillen", 2.10, Berlin 2) Linker Antisemitismus, Podiumsdiskussion, 10.10., Trier 3) Wochenendseminar: Gramsci und G8, 2.-4.11.2007, Berlin 4) 10. IMI-Kongress "Transformation der Bundeswehr", 10./11.11,Tübingen 5) Kampagne "Yo decido mi vida -- Ich entscheide über mein Leben" 6) Artikel der Biopiraterie-Kampagne in der Jungen Welt 7) 400 Ausgaben "Lateinamerika Nachrichten"
+++ TERMINE +++ TERMINE +++ 8) Veranstaltung: Die politische Dimension des § 129a, 30.9., Berlin 9) Herbstakademie Globalisierung, 4.-7.10, Flecken Zechlin 10) Antisemitismus in der globalisierungskrit. Bewegung,6./7.10.,Berlin 11) Onda Latina- Lateinamerika-Reihe, Okt. 07-Jan. 08, Hannover 12) Soli-Fahrräder aus besetzter Fabrik spätestens bis 2.10. bestellen
+++ MELDUNGEN +++ MELDUNGEN +++ 13) de*fence! Planung einer Antirassistische Kampagne 14) Rückblick: Demo gegen Überwachung in Berlin 15) Linke Politik verteidigen / Solidarität gegen staatliche Repression 16) Sammlung von G8-Auswertungen 17) Stopp EPAs! -- Infos und Factsheets 18) Verhinderung Juniorprofessur Dr. Albert Scharenberg
+++ NEUERSCHEINUNGEN +++ 19) Neuerscheinungen zur globalen Computerproduktion _______________
************************* 1) Pressekonferenz "Gute Pillen - Schlechte Pillen", 2.10, Berlin *************************
Einladung Pressekonferenz "Gute Pillen - Schlechte Pillen"
Arzneimittelinformation für Verbraucher erhält Verstärkung: Die Redaktion der Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen wächst. Seit September beteiligt sich die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) mit ihrer Zeitschrift "Arzneiverordnung in der Praxis" an der Erstellung von Gute Pillen - Schlechte Pillen, die seit zwei Jahren alle zwei Monate erscheint.
Gute Pillen - Schlechte Pillen informiert wissenschaftlich fundiert über Arzneimittel und Behandlungsmöglichkeiten. Die Zeitschrift ist garantiert frei vom Einfluss der Pharmaindustrie. Denn hinter Gute Pillen - Schlechte Pillen stehen jetzt vier unabhängige Fachzeitschriften: arznei-telegramm, DER ARZNEIMITTELBRIEF und Pharma-Brief. Alle vier Zeitschriften sind Mitglied in der Internationalen Gesellschaft der unabhängigen Medikamentenzeitschriften (ISDB).
Neu und unverwechselbar: Ein neues Layout sorgt für bessere Lesbarkeit, neue Rubriken wie Interview und Cartoon steigern die Attraktivität.
Themen im nächsten Heft: * Impfung gegen Krebs? HPV-Impfung bietet keinen sicheren Schutz * Warnung vor der Abnehmpille "Acomplia®" * Sinnlos: Elektroschockgeräte für Herzkranke daheim * Was bleibt von der Hormontherapie in Wechseljahren? Im Gespräch mit Frau Prof. Dören * Viel Vergnügen mit Ohrenkerzen
Wir laden Sie ein zur Vorstellung der Redaktion und den Inhalten des neuen Heftes.
Pressekonferenz Dienstag, 2. Oktober 2007
10:00 Uhr
Berlin, in der Vertretung des Landes Niedersachsen In den Ministergärten 10 (S-Bahn Haltestelle Potsdamer Platz)
Zum Gespräch stehen zur Verfügung: Wolfgang Becker-Brüser, Dr. Elke Brüser, Prof. Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen, Prof. Dr. Walter Thimme
Weitere Informationen: Dr. Christian Wagner-Ahlfs Tel. 0431-64 89 659 Mobil 0171-42 82 544 cwagner@bukopharma.de www.gutepillen-schlechtepillen.de
************************* 2) Linker Antisemitismus, Podiumsdiskussion, 10.10., Trier *************************
"Linker Antisemitismus oder: Wann darf ich Israel kritisieren?" - Podiumsdiskussion, Trier, 10. Oktober, Tuchfabrik, 19.30 Uhr
Antisemitismus ist entgegen der landläufigen Meinung kein Privileg von politisch rechten Kreisen und von Neonazis. Es gibt ihn auch in der politischen Linken. Um den Blick dafür zu schärfen, organisieren die "Aktion 3. Welt Saar" und die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier gemeinsam eine Diskussionsrunde: "Linker Antisemitismus oder: Wann darf ich Israel kritisieren?", Mittwoch, 10. Oktober 2007, 19.30 Uhr Trier, Großer Saal der Tuchfabrik, Wechselstraße 4. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz statt. Im Podium diskutieren: Markus Pflüger, Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, Hannes Platz, Vorstandsmitglied der "Aktion 3.Welt Saar", Felix Koltermann, Fotograf und Journalist sowie Corinna Rüffer, die bei Bündnis90/Die Grünen Trier und im Trierer Bündnis gegen Rechts aktiv ist. Die Moderation übernimmt Johannes Metzdorf- Schmithüsen, der lange Jahre evangelischer Studentenpfarrer in Trier war.
Eigentlich sind sich alle einig. Rassismus, Faschismus und Antisemitismus müssen bekämpft werden. Bei letzterem gibt es allerdings immer wieder Diskussionen und Konflikte: Wann ist Kritik an Israels Regierung berechtigt, wann beinhaltet sie antisemitische Vorurteile? Einige linke Gruppen und Teile der sozialen Bewegungen werden wegen antisemitischer Positionen und Forderungen angegriffen. Ist diese Kritik berechtigt? Verwenden einige bewusst oder unbewusst antisemitische Klischees oder leisten sie dem Judenhass Vorschub? Auch aktuelle Ereignisse in Trier zeigen, dass dies ein wichtiges Thema ist. Was ist überhaupt Antisemitismus, was ist Antizionismus? Wie kann Antisemitismus auch in den so genannten eigenen Reihen am besten erkannt und bekämpft werden?
Weitere Informationen bei den Veranstalterinnen: Aktion 3. Welt Saar, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56, E-Mail:a3wsaar@t-online.de, www.a3wsaar.de; Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, Pfützenstraße 1, 54290 Trier, Telefon 0651/ 9941017, www.agf-trier.de
************************* 3) Wochenendseminar: Gramsci und G8, 2.-4.11.2007, Berlin *************************
im Rahmen des Bildungsprojekts »Was ist das? Einführung in Grundbegriffe der Gesellschaftskritik« von reflect! (www.reflect-online.org) und der BUKO.
G8-WOCHENENDSEMINAR: "Die Machtfrage stellen" Globalisierungskritik im Anschluss an Antonio Gramsci Zeit: 2.-4. November 2007 Ort: reflect!-Büro in Berlin im Mehringhof (Gneisenaustr. 2a) Teamer: Daniel von Fromberg / Mikiya Heise Dauer: 3 Tage (Fr. 18:00 Uhr - So. 16:00 Uhr) Teilnahme: Anmeldefrist ist der 19.10.07; Teilnahmegebühr: 15,- Euro (Vollverpflegung und Reader), wobei die Teilnahme am Geld nicht scheitern soll Unterkunft wird privat organisiert
Kurzbeschreibung
Während sich die Regierungen der westlichen Industrienationen im Juni 2007 in einem aufwendig angelegten Gehege zum G8-Gipfel trafen, um ihre Interessen an und in der gegenwärtigen und zukünftigen Weltordnung zu artikulieren und geltend zu machen, protestierte auf den Straßen und Feldern vor dem Zaun eine mehr oder weniger organisierte, schwarzbunte ,Multitude' gegen die neoliberale Globalisierung und deren Folgen.
Knapp ein halbes Jahr später wollen wir uns in einem Wochenendseminar einer kritischen Nachlese der G8-Proteste rund um Heiligendamm widmen und die Frage nach ihrer politischen Bedeutung stellen. Dazu wollen wir uns mit den unterschiedlichen Perspektiven der politischen Akteure und deren Kritik am Gipfel auseinandersetzen und diese anhand Antonio Gramscis hegemonietheoretischen Überlegungen reflektieren. Welche Rolle spielen die G8-Treffen für die Formierung der gegenwärtigen Weltordnung? Wie lassen sich die sie umgebenden Konfrontationen von Macht, Gegenmacht, Antimacht oder gar Ohnmacht begreifen? Welche Rolle spielen so unterschiedliche Aktionsformen wie Straßenblockaden, Demo-Clownerie und das Niederreißen des Zauns in diesem Kontext -- und wie lassen sie sich ,gramscianisch' beleuchten? Was bedeutet die Auseinandersetzung über Protestformen für die globalisierungskritische Bewegung und die Entwicklung politischer Alternativen?
Neben einer Einführung in die politische Theorie Gramscis und einer kritisch nachbereitenden Selbstverständigung hinsichtlich der G8-Proteste stellen wir einen strategischen Politikbegriff zur Diskussion. Dieser soll ebenso zu einem vertieften Verständnis der derzeitigen Globalisierungsprozesse beitragen, wie gleichzeitig die Reflexion der eigenen politischen Handlungsmöglichkeiten innerhalb dieser Prozesse informieren helfen.
Mehr Infos & Anmeldung unter www.reflect-online.org
************************* 4) 10.IMI-Kongress "Transformation der Bundeswehr", 10./11.11, Tübingen *************************
EINLADUNG:
10. IMI-Kongress - 10./11. November 2007 - Schlatterhaus, Tübingen Innen, außen, mittendrin: Die Transformation der Bundeswehr und Perspektiven des Widerstands
Im Jahr 2002 hat sich die Informationsstelle Militarisierung das letzte Mal auf ihrem Kongress intensiv mit der Bundeswehr beschäftigt. Seit dem ist deren Transformation zur "Armee im Einsatz" in Windeseile vorangeschritten. Ihr Aktionsradius hat sich vergrößert, immer neue Einsätze kommen hinzu und diese werden zunehmend als das bezeichnet, was sie sind: "Kampfeinsätze". Deshalb versuchen Politiker, die Bevölkerung auf steigende Opferzahlen einzustimmen und die Heeresleitung verkündet: "Wir brauchen den archaischen Kämpfer". Gleichzeitig rumort es in der Truppe selbst. Ihr Leben für deutsche Wirtschaftsinteressen oder einen Sitz im Weltsicherheitsrat zu opfern, sind immer weniger junge Menschen bereit und deshalb wird zunehmend in benachteiligten Schichten mit Schlagworten wie "Arbeitsplatzsicherheit" um Rekruten geworben. Im wachsenden Widerstand gegen die neuen Kriege aber auch gegen die wachsende soziale Ungleichheit ist neben einer global stattfindenden Entdemokratisierung auch ein Grund zu sehen, weshalb die Bundeswehr unter Schlagwörtern wie "vernetzter Sicherheit" auch zunehmend für Anti-Terrormaßnahmen, Katastrophenhilfe und Aufstandsbekämpfung im In- und Ausland mobilisiert wird. Die Allgegenwart des deutschen Militärs möchten wir beim diesjährigen und nunmehr 10. IMI-Kongress intensiv aufarbeiten. Die Präsenz deutscher Soldaten am Hindukusch, in Heiligendamm und den Arbeitsagenturen bringt jedoch auch neue Protestformen gegen den deutschen Militarismus in der Bevölkerung hervor. Auch diese sollen dargestellt und erörtert werden.
Programm und weitere Infos unter: http://www.imi-online.de/2007.php3?id=1623
************************* 5) Kampagne "Yo decido mi vida -- Ich entscheide über mein Leben" *************************
Der Nicaragua Verein Hamburg e.V. und viele andere nicaraguanische Solidaritätsgruppen in Deutschland haben das Verbot des Schwangerschaftsabbruchs aus medizinischer Indikation (aborto terapéutico) im Oktober 2006 in Nicaragua mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation betrachten der Nicaragua Verein und seine Mitglieder als ein Menschenrecht. Das Verbot ist ein Angriff auf das Leben und die Rechte der Frau. Daher unterstützen die InitiatorInnen die Frauen- und Menschenrechtsvereine Nicaraguas bei ihrem Anliegen, den aborto terapéutico zurückzufordern.
Die Kampagne zur Wiedereinführung des straffreien Schwangerschaftsabbruchs aus medizinischer Indikation "Yo decido mi vida -- Ich entscheide mein Leben" wurde vom "Movimiento Autónomo de Mujeres" (MAM) und dem Nicaragua Verein Hamburg zusammen erarbeitet und initiiert. Sowohl durch einen öffentlichen Aufruf als auch durch Protestpostkarten- und Mails soll der Druck auf die nicaraguanische Regierung erhöht werden, bei einer erneuten Verhandlung des aborto terapéutico für die Rechte und das Leben der Frauen zu entscheiden. Das Ziel der Kampagne ist neben der Wiedereinführung des aborto terapéutico auch Aufklärungsarbeit zu leisten und eine Sensibilität in der Gesellschaft für dieses Thema zu erreichen.
Alle Infos zur Kampagne findet sich unter: http://www.yodecidomivida.org
************************* 6) Artikel der Biopiraterie-Kampagne in der Jungen Welt *************************
Genpatente sind die Kanonenkugeln von heute Saatgutunternehmen und Pharmaindustrie eignen sich Erbinformationen der Tier- und Pflanzenwelt aus »Entwicklungsländern« an Von BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie
Mais dient in Deutschland in erster Linie als Futtermittel. Ganz anders in Mexiko, dort ist Mais ein Grundnahrungsmittel mit einer unüberschaubaren Vielzahl von Sorten und hat -- vor allem für die indigene Bevölkerung -- eine hohe kulturelle Bedeutung. Daß sich mit Mais auf dem internationalen Agrarmarkt aber auch viel Geld verdienen läßt, hat beispielsweise DuPont erkannt, einer der weltweit größten Saatgutkonzerne mit Sitz in Wilmington (USA). DuPont erhielt im Jahr 2000 vom Europäischen Patentamt (EPA) ein Schutzrecht auf Maispflanzen, deren Körner einen besonders hohen Ölgehalt aufweisen. Die patentierten Pflanzen waren von DuPont durch Kreuzungen gezüchtet worden. Allerdings gibt es Maissorten mit einem derart hohen Ölgehalt schon seit langem, gezüchtet über Jahrtausende und Jahrhunderte von der Landbevölkerung. [...]
Kompletter Artikel unter: http://www.jungewelt.de/2007/09-19/082.php
************************* 7) 400 Ausgaben "Lateinamerika Nachrichten" *************************
Es gibt Grund zu feiern:
400 Ausgaben kritisch-solidarischer Berichterstattung über und aus Lateinamerika - mit Hintergründen zu Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Ab der 400. Ausgabe erscheint die Monatszeitschrift zu Lateinamerika mit einem neuen Layout.
Der Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich dem Verhältnis von Kunst und Politik in Lateinamerika. Themen der September/Oktober-Ausgabe sind außerdem: Die Wahlen in Jamaica, Demonstrationen gegen die Ermordung von Gewerkschaftern in Panama sowie Berichte über El Salvador, Guatemala, Argentinien, Peru und Venezuela.
Das Editorial zu der Ausgabe findet ihr unter: http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/editorial/1931.html
Inhaltsverzeichnis und weitere Infos unter: http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/archiv/ausgabe/399.html
************************* 8) Veranstaltung: Die politische Dimension des § 129a, 30.9., Berlin *************************
Ist jetzt alles Terrorismus? Die politische Dimension des § 129a Informationsveranstaltung zum aktuellen § 129a-Verfahren in Berlin und zur Sicherheitspolitik der Bundesregierung
Sonntag, 30. September 2007, 11:00 -- 13.00 Uhr Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Es sprechen:
* Christina Clemm (Rechtsanwältin) informiert zum aktuellen Stand des Verfahrens in Berlin.
* Dr. Rolf Gössner (Rechtsanwalt, Präsident der Internationalen Liga für Menschenrechte) klärt über die historische und gegenwärtige Bedeutung des § 129 a, seine justizpolitischen Implikationen und dessen europäische Dimension auf.
* Dr. Fritz Storim (politisch aktiver Physiker und Philosoph und von mehreren Strafverfahren nach dem § 129a betroffen; Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz - Bremen und Universität Bremen) berichtet über das Ausmaß der Überwachung und die Auswirkungen der politischen Verfolgung auf das private, soziale und berufliche Umfeld. Er unternimmt den Versuch einer politischen Einordnung.
* Prof. Dr. Roland Roth (Fachhochschule Magdeburg, Komitee für Grundrechte und Demokratie) beschreibt die gegenwärtigen Bestrebungen der Bundesregierung, über den § 129a hinaus weitere Überwachungsmaßnahmen, Strafgesetze und Kriminalisierungen einzuführen -- und er zeigt, was derartige Kriminalisierungen bereits heute für soziale Bewegungen bedeuten.
* Dr. Britta Grell (Moderation, INURA. International Network of Urban Research and Action, Berlin)
Weitere Infos unter: http://einstellung.so36.net/de/303
************************* 9) Herbstakademie Globalisierung, 4.-7.10, Flecken Zechlin *************************
Die Herbstakademie Globalisierung von DGB-Jugend und attac. »Auftrieb oder laues Lüftchen? Wo stehen die sozialen Bewegungen nach Heiligendamm?«
Ort: DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin (zw. Berlin und Hamburg) Beginn: Donnerstag, 04.10.07 um 15.00 Uhr Ende: Sonntag, 07.10.07 um 15.00 Uhr
Anfang Juni dieses Jahres trafen sich die acht Regierungschefs der weltweit mächtigsten Industriestaaten zum »G8-Gipfel« in Heiligendamm. Die G8 stehen für eine Globalisierungspolitik, die die Liberalisierung des Handels als oberstes Ziel hat. Die soziale Dimension der Globalisierung bleibt dabei ausgeblendet. Gewinnmaximierung für Wenige und Verarmung für Viele sind die Folgen, die schon heute sichtbar sind. Auf dem Gipfel treffen acht Staatsoberhäupter grundlegende Entscheidungen, die alle Menschen betreffen. Die massiven Gipfelproteste zeigen, dass die Menschen nicht damit einverstanden sind, dass ihre Zukunft maßgeblich von dieser kleinen Runde bestimmt wird.
Auch für die sozialen Bewegungen in Deutschland ist der G8-Gipfel in Heiligendamm von Bedeutung. Nachdem wir uns im letzten Jahr vor allem inhaltlich mit den G8 und den Widerstand dagegen befasst haben, wollen wir bei der diesjährigen Herbstakademie den Fokus auf die Bedeutung der Gipfelproteste für die sozialen Bewegungen legen.
Kompletter Aufruftext und weitere Informationen unter: http://www.heak.org/
************************* 10) Antisemitismus in der globalisierungskritischen Bewegung, 6.-7.10., Berlin *************************
am 6. / 7. Oktober bieten wir ein Seminar zum Thema "Antisemitismus in der globalisierungskritischen Bewegung" an. Es richtet sich vor allem an Aktivist_innen, welche z.B. an den Mobilisierungen gegen den G8-Gipfel beteiligt waren, und dabei besonders an Neueinsteiger_innen in die Thematik, sowie an Multiplikator_innen, die gerne Methoden erlernen wollen, um diesen Themenkomplex z.B. in Gruppen anzusprechen.
Zum Inhalt: Aktueller Antisemitismus ist nicht nur im rechtsextremen Spektrum zu verorten. Auch in der Linken wurden und werden - bewusst oder unbewusst - häufig antisemitische Stereotype zum Ausdruck gebracht. Das Seminar wird sich dabei auf die globalisierungskritische Bewegung konzentrieren. Anhand von aktuellen Debatten soll sich mit der Frage nach der Anschlussfähigkeit von Antizionismus und Finanzmarktkritik an antisemitische Bilder und Diskurse beschäftigt werden.
Das Seminar wird sowohl aus Methoden der Politischen Bildungsarbeit als auch aus Textarbeit bestehen und genug Raum für Diskussionen und inhaltliche Inputs lassen.
Wir freuen uns über nette und aufgeschlossene Teilnehmer_innen.
Für die Anmeldung sendet bitte eine Email an: projektgruppe-antisemitismus@riseup.net
Bitte schreibt auch ein paar Worte zu eurer Motivation, an dem Seminar teilzunehmen, damit wir das Programm den Interessen der Teilnehmer_innen gemäß gestalten können.
Termin: 6. und 7. Oktober 2007, 10-18 Uhr.
Es wird Getränke und kleinere Snacks geben. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Seminar wird in Berlin-Kreuzberg stattfinden.
Das Seminar wird gefördert vom Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung. http://cgi.snafu.de/bildungswerk.boell/user-cgi-bin/list.cgi
************************* 11) Onda Latina- Lateinamerika-Reihe, Okt. 07-Jan. 08, Hannover *************************
Onda Latina soziale Bewegungen, politische Umbrüche & kulturelle Impressionen die Lateinamerika-Reihe - Okt. 2007 -- Jan. 2008 ist eine Veranstaltungsreihe des Pavillon -- Kultur- und Kommunikationszentrum, Hannover
Vorwort: Herzlich Willkommen zu unserer Veranstaltungsreihe Onda Latina - soziale Bewegungen, politische Umbrüche & kulturelle Impressionen Lateinamerika, eine Region in Bewegung -- das zumindest behaupten wir mit unserer Reihe, in der wir mittels Diskussionsveranstaltungen, Exkursion, Festen, Film, Konzerten, Ausstellung und Lesungen unterschiedliche Sinne anregen und Interessen ansprechen wollen. Von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und dem Ringen um positive Veränderungen, von neuen Handelsmodellen und Regierungskonzepten wird die Rede sein. Dabei sollen Bezüge zu Europa und zur eigenen Lebensrealität nicht zu kurz kommen. Wir laden Euch ein zu unseren Kulturveranstaltungen, mit denen wir einen Eindruck von der facettenreichen Kulturlandschaft Lateinamerikas vermitteln wollen. Wir hoffen Euch neugierig gemacht zu haben und wünschen viel Spaß mit dem Programm. Nun fehlt nur noch Ihr. Wir danken unseren KooperationspartnerInnen und Förderern für Anregungen und finanzielle Unterstützung. Melanie Micudaj & Stefan Strobach (Pavillon)
Veranstaltungen: Sa > 6.10. > 20 Uhr Konzertlesung Gioconda Belli (Nicaragua) und Grupo Sal Gioconda Belli liest aus ihren Gedichten
Di > 9.10. > 19 Uhr Vortrag & Diskussion Ernährung, Energie und Landreform in Brasilien die Bewegung der Landlosen (MST) vor neuen Herausforderungen -- mit Thomas Schmidt
Do > 11.10. > 19 Uhr spanischsprachige Lesung Lilia Gutiérrez Riveros una velada con la poetisa colombiana
Fr > 12.10. > 21 Uhr Konzert-Festival Festival Son Cuba die Kuba-Nacht 2007 mit Son, Bolero, Cha Cha Cha & Salsa
Di > 16.10. > 20 Uhr Vortrag & Diskussion Soziale Bewegungen gegen Privatisierung das Beispiel Wasser | mit Philipp Terhorst
Fr > 19.10. > 20 Uhr Kultur & Talk Samowar: Lateinamerika-Spezial mit Tanz und Musik, Lyrik und Gespräch
Sa > 20.10. > 9.30--19 Uhr Bus-Exkursion nach Hamburg Hamburger Hafen- und Museumsbesuche zum Handel mit Lateinamerika
Weitere Termine und nähere Infos zu den Veranstaltungen: http://www.pavillon-hannover.de/index.php?id=234
************************* 12) Soli-Fahrräder aus besetzter Fabrik spätestens bis 2.10. bestellen *************************
Die 135 Kolleginnen und Kollegen der Fahrradfabrik Bike Systems GmbH im thüringischen Nordhausen, die das Werk seit dem 10. Juli 2007 besetzt halten, haben beschlossen, die Produktion von Fahrrädern in Selbstverwaltung wieder aufzunehmen.
Dafür müssen bis zum 2. Oktober (!!!) verbindlich 1.800 Bestellungen für Fahrräder eingehen.
Beim Vertrieb arbeiten die Fahrrad-WerkerInnen mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU zusammen.
Wenn jemand gerade ein neues Fahrrad braucht und die Produktion in Selbstverwaltung in Thüringen unterstützen will, dann kann mensch das hier tun. Das Fahrrad kostet nur 275 Euro!
Bestellungen: http://www.strike-bike.de/1/index.php?page=bestellung&hl=de_DE
Details zum Rad finden sich auf dem Flyer: http://www.labournet.de/branchen/sonstige/fahrzeug/strikebike.pdf
Alle weiteren Infos und Hintergründe unter: http://www.strike-bike.de
************************* 13) de*fence! Planung einer Antirassistische Kampagne *************************
de*fence! Antirassistische Kampagne zum 15. Jahrestag der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl
Die Initiative gegen das Chipkartensystem will den 15. Jahrestag der Abschaffung des Grundrechtes auf Asyl und der Verabschiedung des Asylbewerberleistungsgesetzes im Juli 2008 zum Anlass nehmen auf die vielfältigen Formen des staatlich-institutionellen und alltäglichen Rassismus aufmerksam zu machen Aus ihrer antirassistischen Perspektive heißt das auch weiterhin solidarisch den alltäglichen Widerstand der Betroffenen zu unterstützen, die in Lagern untergebracht sind oder die ohne Papiere ihr Leben organisieren. In den Mittelpunkt der Kampagne stellen sie den grundsätzlich gemeinsamen Kampf um gleiche Rechte. Das bedeutet auch, sich auf die zu beziehen, die schon Anfang der 90er Jahre aktiv versucht haben in die rassistischen Debatten einzugreifen, die für eine andere Gesellschaft demonstriert haben und die im Alltag und politisch mit allen Mitteln denen etwas entgegensetzen wollten, die die rassistische Spaltung betrieben. Sie wollen in den Aktionen auch an die alltäglichen Formen des Unterlaufens von Gesetzen und Widerstandsformen anknüpfen, die MigrantInnen mit und ohne Papiere täglich aufs neue praktizieren, um für einbehaltenen Lohn, für gleiche Rechte, eine Anerkennung ihrer Anwesenheit oder gegen Abschiebungen zu kämpfen.
Deshalb ruft die Initiative alle migrantischen, flüchtlingspolitischen, antirassistischen Gruppen und Einzelpersonen auf diese Kampagne aufzugreifen und sich im Laufe des nächsten Jahres an Widerstandsaktionen zu beteiligen und/oder diese selbst zu initiieren. Als Initiative gegen das Chipkartensystem planen sie unterschiedliche Aktionen zu verschiedenen Themengebieten vom Herbst 2007 bis zum Sommer 2008. Den inhaltlichen Gesamtrahmen wollen sie durch eine ausführliche Broschüre und thematische Informationsveranstaltungen begleiten. Vorläufiger Höhepunkt der Kampagne soll eine bundesweite Demonstration gegen den institutionellen und alltäglichen Rassismus im Juli 2008 in Berlin sein.
Der Aufruf zur Kampagne, sowie weitere Infos finden sich unter: http://www.chipkartenini.squat.net/
Kontakt zur Initiative gegen das Chipkartensystem: konsumfuerfreiesfluten@yahoo.com
************************* 14) Rückblick: Demo gegen Überwachung in Berlin *************************
Am letzten Samstag haben auf einer Demo in Berlin ca. 15 000 Menschen ein deutliches Zeichen gegen Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und die Stasi 2.0 der Schäubles, Schilys und Konsorten gesetzt.
Leider kam es bei der Demo zu gezielten Provokationen der Polizei insbesondere gegen den antikapitalistischen Block.
Wir dokumentieren an dieser Stelle verschiedene Bericht über die Demo und einen offenen Brief von FelS an die Organisatoren der Demo.
Informationen der Demo-Organisatoren http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Hauptseite mit ausführlichem Pressespiegel: http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Pressespiegel
Ausführlicher Artikel auf Indymedia http://de.indymedia.org/2007/09/194668.shtml
Bericht in der Jungen Welt 15000 kontra Spitzelstaat http://www.jungewelt.de/2007/09-24/059.php
Auswertung der FAU Demonstration gegen Überwachung in Berlin http://www.fau.org/artikel/art_070924-094142
Bewertung der Gruppe FelS Berliner Polizei greift Demonstration gegen Überwachungswahn an http://www.nadir.org/nadir/initiativ/fels/de/2007/08/431.shtml
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Offener Brief an die OrganisatorInnen der Demonstration 'Freiheit statt Angst'
Liebe Aktivistinnen und Aktivisten des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung,
auf der am 22. September 2007 vom AK Vorratsdatenspeicherung initiierten und von zahlreichen politischen Gruppen, Parteien und Einzelpersonen gemeinsam vorbereiteten Demonstration gegen die geplanten Bundesgesetze zur Vorratsdatenspeicherung kam es zu massiven Übergriffen der Polizei auf Demonstrantinnen und Demonstranten, vor allem - aber keineswegs ausschließlich - auf Höhe des Demonstrationsblockes des linksradikal geprägten "Kein-Friede"-Bündnisses. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demo wurden mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen, mehrere Menschen wurden brutal aus der Demo gerissen, gefesselt und teilweise stundenlang eingesperrt. Hierauf hat weder der Anmelder der Demonstration noch die Demoleitung in angemessener Weise reagiert. Statt lautstark gegen diesen Angriff zu protestieren wurde die Demonstration einfach kommentarlos fortgesetzt und am geplanten Abschlusskundgebungsort beendet als wäre nichts geschehen. Als Teil des Berliner Euromayday-Bündnisses hat sich FelS am Mayday-Block der Demo beteiligt.
Wir haben uns wirklich sehr über den unsolidarischen Umgang der Demoleitung mit den Polizeiübergriffen geärgert.
Auf den Bündnistreffen im Vorfeld der Demonstration konnten einige Vertreter eures Bündnisses gar nicht oft genug betonen, wie wichtig ihnen "der gewaltfreie Verlauf der Demo" ist. Sogar eine Extra-Mail nur zu dem Thema wurde verschickt. Als es dann aber tatsächlich zu brutalen Übergriffen der Polizei auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration kam, wurde die Demo einfach fortgesetzt und die angegriffenen Demonstrantinnen und Demonstranten ihrem Schicksal überlassen. Der Einsatz der im Vorfeld mehrfach als "besonders in Deeskalationsstrategien geschult" gepriesenen Ordner erschöpfte sich darin, die anderen Demoteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Weitergehen aufzufordern. Ist das die im Vorfeld so viel beschworene Gewaltfreiheit? Einfach wegzuschauen? Soll das auch in Zukunft so gehandhabt werden? Wird das nächste Mal wieder wochenlang mit einem diffusen Versprechen von "Friedlichkeit" in allen möglichen politischen Spektren mobilisiert werden um die für unsere Anliegen gewonnenen Menschen dann im Ernstfall einfach im Regen stehen zu lassen, nur um die Demo um jeden Preis zu Ende führen zu können?
Was ist daran gewaltfrei?
Ist denn Gewalt nur Gewalt wenn sie von Seiten der Demonstrantinnen und Demonstranten ausgeht? Ist denn der völlig unprovozierte und anlasslose Angriff der Polizei automatisch gerechtfertigt, wenn er sich in erster Linie gegen Menschen mit Dreadlocks in schwarzen Kapuzenpullovern richtet, die ihren Protest gegen den Überwachungsstaat radikaler und umfassender formulieren als es der Einsatzleitung der Polizei lieb ist? Auf dem vorletzten Bündnistreffen wurde von "gegenseitigen Vorurteilen" zwischen der Polizei und dem "Kein-Friede"-Bündnis gesprochen. Angesichts des Verlaufs der Demo fragen wir uns, ob nicht vielleicht einige Menschen aus eurem Bündnis selbst den größten Vorurteilen gegenüber diesem Spektrum aufsitzen. Ganz abgesehen davon, dass all das Gerede über "gewaltbereite Black-Block-Demonstranten" verschleiert, dass - wie immer zu solchen Anlässen - ebenso viele Menschen aus anderen Spektren angegriffen wurden wie aus den Reihen der vermeintlichen "Gewalttäter". Uns ist bekannt, dass ihr in derlei Fragen keineswegs alle einer Meinung seid. Wir würden eine offene und kontroverse Debatte begrüßen. Uns interessiert sehr, wie ihr die offensichtlichen Provokationen und gewalttätigen Übergriffe der Polizei - gerade wegen der von beiden Seiten bejubelten "tollen" Zusammenarbeit - bewertet, welche Konsequenzen ihr daraus zieht und wie ihr euch die weitere Zusammenarbeit im Bündnis vorstellt.
Bis dann, FelS - Für eine linke Strömung
************************* 15) Linke Politik verteidigen / Solidarität gegen staatliche Repression *************************
Linke Politik verteidigen Solidarität gegen staatliche Repression
Transpi auf Demo 15.09.07
Linke Politik verteidigen - deshalb riefen am 9. Mai 2007 in Berlin, Hamburg und anderswo tausende Demonstrant/innen: "Wir sind alle 129a". Die Bundesanwaltschaft hatte an diesem Tag bundesweit 40 linke Projekte, Wohnungen und Arbeitsplätze durchsuchen lassen. Die Vorwürfe gegen namentlich 21 Verdächtige lauteten auf "Gründung einer terroristischen Vereinigung zur Verhinderung des G8-Gipfels" und "Gründung der terroristischen Vereinigung 'militante gruppe'" nach §129a. Erkannt wurde dieser Polizeiüberfall zu Recht als Versuch, die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel einzuschüchtern und zu spalten. Beides wurde entschieden zurückgewiesen. Der anschließende Zorn gegen den Staat stärkte die Kampagne gegen den G8-Gipfel. Am 31. Juli wurden drei Leute - Axel, Florian und Oliver - bei Brandenburg an der Havel verhaftet. Sie sollen beim Anzünden von Bundeswehr-LKWs beobachtet worden sein. Noch am gleichen Tag wurde in Berlin Andrej verhaftet. Er soll sich Monate zuvor mit einem der drei getroffen haben. Beobachtet wurde er dabei, weil gegen ihn seit einem Jahr ein §129a-Ermittlungsverfahren läuft. Der Vorwurf: "Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung 'militante gruppe'". Das wird weiteren drei Personen vorgeworfen, deren Wohnungen am 31. Juli durchsucht, die aber nicht festgenommen wurden. Gegen die vier Verhafteten wurde Untersuchungshaft verhängt. Andrej ist inzwischen auf Kaution freigelassen worden. Axel, Florian und Oliver sind noch im Knast. [...] Kompletter Text der Gruppe Libertad Frankfurt unter: www.libertad.de/inhalt/archiv/libertad/2007/09/EEApypVykFtluhKhhj.shtml oder http://linksnavigator.de/drupal/node/289
Weiterer Text zum Thema: G8 2007: Mehr Aufmerksamkeit für Antirepression http://de.indymedia.org/2007/09/194893.shtml
************************* 16) Sammlung von G8-Auswertungen *************************
Im Nachklapp zum G8-Gipfel gibt es jetzt ja eine Reihe von Auswertungstexten. Anbei der (unvollständige) Verweise auf einige Texte:
Mythos Heiligendamm Schwärmereien verstellen Blick auf tatsächliche Herausforderungen Artikel von "NoLager Bremen" in ak 519 http://gipfelsoli.org/Home/Heiligendamm_2007/Texte_danach/4074.html
Wenn der Staub sich legt oder: Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend Die Interventionistische Linke zu einigen Aspekten der Anti-G8-Mobilisierung www.g8-2007.de/index.php?option=com_content&task=view&id=58
Der G 8-Prozess als erfolgreiche politische Imagination Artikel von Uli Brand auf links-netz.de http://links-netz.de/K_texte/K_brand_g8.html
Zwei Siege auf einmal? Das geht nun wirklich nicht! Übersetzung eines Textes von Tadzio Müller & Kriss Sol auf transform.eipcp.net Deutsch: http://dissentnetzwerk.org/node/3840 Original: http://transform.eipcp.net/correspondence/1183042751
Reflexions on Rostock Artikel auf Indymedia von "The Others" http://de.indymedia.org/2007/07/189076.shtml
Was attackiert Attac? Und wo bleibt die Bewegung? Plädoyer für offensive Globalisierungskritik Auswertungs- und Diskussionspapier der Attac AG Globale Soziale Rechte http://www.attac.de/uni-bochum/CMS/modules.php?name=Sections&op=viewarticle&artid=93
Ausführliche Sammlung von Auswertungstexten finden sich unter:
http://dissentnetzwerk.org/node/52 und http://gipfelsoli.org/start/document_list/162
************************* 17) Stopp EPAs! -- Infos und Factsheets *************************
Die Europäische Union verhandelt derzeit mit 78 Staaten aus Afrika, der Karibik und der Pazifik-Region (AKP-Staaten) über wirtschaftliche "Partnerschaftsabkommen" (Economic Partnership Agreements-EPAs). Von Partnerschaft fehlt jedoch jede Spur: Die EPAs sind weitreichende Freihandelsabkommen im Interesse europäischer Konzerne.
Weitere Infos zu EPAs und geistige Eigentumsrechte unter: http://www.biopiraterie.de/index.php?id=388
Infos zu EPA generell unter: http://www.stopepa.de/
Fact-Sheets zu: 1. Was sind EPAs?, 2. Freihandel, 3. Landwirtschaft, 4. Dienstleistungen, 5. Investitionen, 6. Geistges Eigentum, 7. Weltmarktintegration, 8. Europäische Konzerne, 9. Menschenrechte unter: http://www.stopepa.de/img/factsheet_EPAs.pdf (Achtung 6MB!)
************************* 18) Verhinderung Juniorprofessur Dr. Albert Scharenberg *************************
Wer den folgenden offenen Brief unterzeichnen will, einfache eine mail an "a.scharenberg@gmx.de" mit Name (/Titel/Uni/Stadt)
Es geht um die Verhinderung der Junior-Professur von Dr. Albert Scharenberg. Infos zu dem Fall finden sich im Speigel-Artikel: www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,503501,00.html
----- Offener Brief -----
September 2007
Betr.: Verhinderung des Junior-Professors Dr. Albert Scharenberg
Offener Brief an den Präsidenten der FU Berlin Herrn Prof. Dr. Dieter Lenzen
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Kollege,
Wir wenden uns an Sie in einer insgesamt eher nebensächlichen, in ihrer Symptomatik jedoch bedeutsamen Berufungsangelegenheit, in der Sie sich ohne Not zum Schaden "Ihrer" Freien Universität und Ihrer viel berufenen "Exzellenz" verhalten. Oder, wie wir immer noch zu formulieren vorzögen, zu verhalten scheinen. Wir können und wollen noch nicht annehmen, dass Sie sehender Vernunft gegen Standards wissenschaftlicher Qualität und den freiheitlichen Geist der FU, der Universität, der Sie als Präsident vorstehen, verstoßen.
Sie haben im Mai dieses Jahres, nach langem (Ver-)Zögern, Vizepräsident Hempfler, gewiss in Ihrem Namen und mit Ihrer Kenntnis, der Vorsitzenden der Berufungskommission des John-F.-Kennedy-Instituts der FU Berlin, Kollegin Margit Mayer, mitteilen lassen, dass Sie die Berufungsliste in Sachen Juniorprofessur für Nordamerikapolitik nicht an den zuständigen Senator, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, weiterleiteten. Sie unterließen diese an sich im freundlichen Umgang des Präsidialamts mit den Fachbereichen selbstverständliche Weiterleitung eines sorgfältig und kompetent erarbeiteten Vorschlags aus zwei Gründen: Zum einen sei der vorgeschlagene Spitzenkandidat, Dr. Albert Scharenberg, zu alt. Scharenberg war nämlich gerade 42 Jahre alt geworden. Zum anderen sei er unzureichend qualifiziert.
Es kann jedoch kein Zweifel daran bestehen, dass Dr. Albert Scharenberg in Sachen Nordamerika, seiner Geschichte und gegenwärtigen Politik in jeder Hinsicht über eine hohe und ausgezeichnete Kompetenz verfügt, die auch von Kollegen in den USA und Kanada entsprechend gewürdigt wird. Es würde der Freien Universität in Forschung, Lehre und Außenrepräsentation Schaden zugefügt, wenn ihr Albert Scharenberg selbstverschuldet verloren geht. Das Altersargument ist aus verschiedenen Gründen nicht triftig. Dass ein Kandidat für eine Juniorprofessur die Vierzig überschritten hat, hat in vergleichbaren Fällen auch an der FU einer Einstellung nicht im Wege gestanden. Albert Scharenberg verfügt außerdem über eine ungewöhnliche Wissensbreite und Wissenstiefe, die für die Nordamerikastudien an der FU von großem Nutzen sein könnte. Im Übrigen könnte er aufgrund seiner vorliegenden Arbeiten sozusagen aus dem Stand habilitiert werden.
Dass wir uns in dieser Personalangelegenheit, die normalerweise aus gutem Grund nicht öffentlich behandelt wird, an Sie wenden, liegt an den Gerüchten, die uns -- wie auch sicherlich Ihnen -- seither zu Ohren gekommen sind und die Ihren angeblich wahren Motiven gelten, die Berufsliste Scharenberg nicht weiterzureichen. Wir wenden uns an Sie in der tiefen Sorge um die wissenschaftliche Freiheit, auf die sich die Forschung und Lehre an der FU, schon in ihrem Namen und Logo, stolz beruft. Uns erscheint der Gedanke, politische Antipathien könnten bei diesem Berufungsverfahren eine entscheidende Rolle gespielt haben, gänzlich mit dem an Exzellenz orientierten Anspruch und dem freiheitlichen Geist der FU unvereinbar zu sein. Und es wäre zweifellos verheerend für die Freie Universität, wenn sich der Eindruck verfestigte, hier würden Professuren nach politischer Opportunität besetzt.
Da wir uns mit Ihnen einig wissen, dass wir Schaden von der FU Berlin abwenden wollen, da wir uns weigern anzunehmen, Sie seien dabei, um kleinlicher, gar oberflächlich politischer Einwände willen nicht primär der Person Dr. Albert Scharenberg, wohl aber der Sache Nordamerikastudien in Forschung und Lehre sowie der akademischen Freiheit an der FU Berlin zu schaden, appellieren wir an Sie, das Fehlverhalten des Präsidialamts umgehend zu korrigieren.
In der hoffenden Annahme, dass Sie unbeschadet aller Differenzen der Freien Universität wie wir zugetan sind, verbleiben wir mit kollegialen Empfehlungen Ihre .....
PS: Da es sich längst um eine öffentliche Sache handelt, behandeln wir auch diesen Brief als einen öffentlichen. Um der Sache und der beachtenswerten Umgangsformen willen wäre uns an einer raschen Antwort Ihrerseits sehr gelegen.
************************* 19) Neuerscheinungen zur globalen Computerproduktion *************************
Im Rahmen des WEED-ProjektesPC Global sind zwei neue Publikationen erschienen. Beide setzen sich mit den sozialen und ökologischen Risiken der Computerproduktion auseinander und versuchen Möglichkeiten internationaler Solidarität aufzuzeigen.
Das Arbeitspapier "High-Tech-Sweatshops in China. Arbeitsrechte im internationalen Standortwettbewerb und die Perspektive von Corporate Social Responsibility" dokumentiert Interviews mit NGO-Aktivistinnen aus China, die durch Hintergrundartikel ergänzt werden. Thema sind die chinesischen Wanderarbeiterinnen als neue Arbeitssubjekte, die Strategien von Labour-NGOs zur Verbesserung der Arbeitssituation in den High-Tech-Sweatshops sowie die Erfahrungen mit Corporate Social Responsibility.
Die Veröffentlichung "Unsichtbare Kosten. Ungleiche Verteilung ökologischer Risiken in der globalen Computerindustrie" versucht den Zusammenhang zwischen den sozialen und ökologischen Konflikten entlang der Wertschöpfungskette eines Computers aufzuzeigen. Dabei werden unterschiedliche Initiativen und Kampagnen vorgestellt, die sich lokal und global für eine ökologisch und sozial nachhaltige Computerproduktion einsetzen.
Ausführlichere Informationen dazu gibt es unter www.pcglobal.org
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Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen und uns zu melden!!!
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